Sterben Bienen im Winter?

Um es vorweg zu nehmen: Nein, sie sterben nicht, sondern das ganze Volk überwintert. Wenn die Temperaturen sinken, bildet das Bienenvolk eine Kugel mit der Königin im Mittelpunkt. Durch Kontraktion der Muskeln erzeugen sie Wärme und heizen die Kugel auf. Dabei werden die äußeren Bienen, die am stärksten der Kälte ausgesetzt sind, regelmäßig abgewechselt und können sich im warmen Kugel-Inneren wieder aufwärmen. Ganz im Mittelpunkt herrscht selbst bei kältester Witterung eine konstante Temperatur von 25 °C! Dieses Verhalten wird als „Wintertraube“ bezeichnet.

Früher packten die Imker ihre Bienen im Winter warm ein. Sie umwickelten die Beuten (=Bienenstöcke) mit warmen Decken, um sie gut zu isolieren. Heute weiß man, dass die Bienentraube nur sich selbst heizt und keine Wärme an die Umgebung verliert. Wenn man die Bienen zu stark isoliert, findet zudem wenig Luftaustausch statt und es kann sich Schimmel bilden. Aus diesem Grund stehen unsere Völker auf einem offenen Gitterboden und haben einen optimalen Kontakt zu Ihrer Außenwelt – so können sie den Verlauf des Winters besser einschätzen und beginnen nicht zu früh mit dem Brutgeschäft.

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